Was ist ein „Buschenschank“?
Die Tradition des Buschenschank hatte bereits im Mittelalter in Südtirol ihren Ursprung. Die Bauern bekamen von den Lehnsherren die Erlaubnis Wein herzustellen, sie durften den Wein verkaufen oder an zufällig vorbeikommende Kunden und Wanderern aufschenken und einen Teil des Weines behalten. Da sie nicht ganzjährig geöffnet hatten, hängten sie im
Herbst
Wacholdersträuße (die sogenannten
„Buschen“) vor den
Buschenschank, damit die Reisenden wussten, dass die bäuerlichen
Gastlokale in Südtirol für Besucher zum Weinkauf aufgesperrt waren.
Diese Tradition, die „Buschen“ an die Tür zu hängen, wird in Südtirol
zwar nicht mehr praktiziert, aber der Name „Buschenschank“ für die
althergebrachten Törggelen-Jausestationen ist bis heute geblieben.
Die rustikalen
Buschenschanken sind ein Muss für die köstlichen
Törggelemahlzeiten mit Wein und Speck im Herbst, da der wahre,
einzigartige Reiz des Törggelens in Südtirol nur in einer traditionellen
Bauernstube mit Holztäfelung, Speck und Wein, enthüllt wird.
Törggelen-Gebiete in Südtirol
Die bekanntesten Buschenschänke und Hotels für das Törggelen in Südtirol
sind im Eisacktal (
Feldthurns,
Villanders und
Lajen-Ried). Jedoch ist
die Tradition Törggelen auch in anderen Gebieten in Südtirol verbreitet,
z. B. im
Burggrafenamt, in
Bozen,
Seis,
Kastelruth und an der
Südtiroler Weinstraße.